Hier in Gokels war ich noch nie. Ich habe auch noch nie was davon gehört. Ziemlich trist dort am Bahnhof.
Ein Bahnübergang und vier Häuser.Bei allen klingelte ich. Nur beim vierten Haus wurde mir aufgemacht. Die dort lebende Frau ließ mich telefonieren, wimmelte mich aber mit der Aussage : " Ich möchte Mittagstunde machen", schnell wieder ab. Und nun stand ich da. Wartend. Ich beobachtete die nähere Umgebung des Bahnhofes. Alles war wie ausgestorben. Die Schiene war mit langem Grass überwuchert, welches leicht im Wind hin und her trieb. Der Bahnhof im allgemeinen sah so aus, als würde er schon lange nicht mehr benutzt werden. Die Autofahrer fuhren so schnell vorbei, als können sie es kaum erwarten, Gokels endlich wieder zu verlassen. Ein Vogel, der sich hin und wieder mal mit einem lauten Pfeifen zu erkennen gab, ließ mich wissen, dass ich nicht ganz alleine war. Und doch, Gokels war nicht das Ziel meiner Reise. Drei Haltestellen vorher, da wollte ich hin. Doch wie der Zufall es so wollte, tat ich kurz vor dem Beenden meiner kleinen Reise meine Augen zu, die sich erst in der nähe Gokels' wieder öffneten. Ein ziemlich teurer Schlaf, wenn man bedenkt, dass ich mich nun an den Dieselkosten meiner Mutter beteiligen musste. Und was sagt mir das? Heute am 26.06.2008 bin ich 17 Jahre alt geworden und trotzdem bin ich unfähig eine Reise von A nach B anzutreten. Ich lande dann schon gerne mal bei C.

MfG Mortinto