1. Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer - Stephan Harbort # 1
    Gast996

    Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer - Stephan Harbort

    Hallo alle miteinander,

    ein tolles Forum habt ihr hier, wo ich gerne mitmachen werde.

    Ich starte am besten gleich mal mit einer Rezension. Ein druckfrisches Buch, gerade erst erschienen, das wirklich viele Leser verdient, da es ein sehr schwieriges Thema mal aus einer anderen Perspektive beleuchtet, nämlich der Opferseite.

    Stephan Harbort wird mittlerweile zum Serientäter, was das Schreiben von Büchern angeht. Doch noch immer haben seine Bücher etwas Faszinierendes, Eindringliches, dem man sich kaum entziehen kann, das man nicht verpassen möchte.

    Ich hatte die Gelegenheit, das aktuelle Buch während der Entstehungsphase zu lesen und einmal mehr schaffte es Harbort, mich in den grausamen Sog hineinzuziehen. Der Text fesselte bis zum Schluss und büßte auch nach mehrmaligem Lesen nichts von seiner Spannung ein, denn bei Harbort geht es nicht um Fiktion, um Geschichten und Plots - er berichtet von der grausamen Wirklichkeit und versucht zu ergründen, ob es einen roten Faden gibt, etwas, womit man erklären kann, was eigentlich fassungslos macht und sich jedem Verständnis entzieht.

    Dieses Buch ist wirklich nichts für zarte Gemüter und dunkle Gewitternächte. Noch deutlicher als in seinen bisherigen Büchern kommt in diesem Werk ans Tageslicht, um was es geht: Gewalt, Angst, Tod.

    Dabei bin ich kein Freund von reißerischen Thrillern. Entsprechende Filme im Fernsehen klicke ich schnell weg, wenn sie überwiegend auf lautstarken Effekten basieren.

    Was dieses Buch zu etwas besonderem macht, das man nicht verpassen sollte: Endlich einmal kommt die andere Seite zu Wort. Berichte über die Täter gibt es zahlreich, über die Mörder erfahren wir sehr viel. Auch Stephan Harbort hat schon einige sehr lesenswerte Bücher zum Thema veröffentlicht. Aber was ist eigentlich mit den Opfern?

    Zahlreiche Fragen drängen sich da auf:

    Wer wird zum Opfer?
    Kann man (meist wohl eher frau) sich schützen?
    Kann man noch etwas tun, sich retten, wenn man sich bereits in der Gewalt eines Killers befindet?
    Was haben die Frauen getan, denen es geglückt ist, zu überleben?
    Was haben die Frauen getan, die es nicht schafften?

    Ein Patentrezept hat auch Harbort nicht an der Hand. Es gibt keine Gebrauchsanleitung für Serienkiller - genausowenig wie für jeden anderen Menschen. Jeder Täter und jedes Opfer ist unterschiedlich und die Interaktion zwischen den beiden Individuen bringt noch einmal eine Fülle an Möglichkeiten hervor. In jedem Einzelfall kann man nur ausloten, was am erfolgversprechendsten scheint. Mit ebensovielen Möglichkeiten richtig zu liegen wie sich zu täuschen.

    Dies ist ein Buch, das einem die Angst nicht nehmen kann, aber dennoch deutlich macht: Etwas bleibt immer noch zu tun, es zumindest zu versuchen, wo keine andere Wahl zu bleiben scheint...

    Leseprobe und mehr direkt beim Autor



    Liebe Grüße erstmal soweit.
    Claudia
    Geändert von Gast996 (17.08.2008 um 10:02 Uhr)

  2. Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer - Stephan Harbort # 2
    Gast508
    hallo hexchen, diese leseprobe hat wirklich etwas beklemmendes, wenn man sozusagen minutiös mitverfolgen kann, wie sich die opfer der katastrophe nähern... da macht man den nächsten waldspaziergang mit ganz anderen gedanken.

  3. Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer - Stephan Harbort # 3
    Gast996
    Nicht nur die Leseprobe... In dem Buch kommen einige Opfer in Interviewform zu Wort und berichten über ihre Erlebnisse während und auch nach der Tat. Leider ist es ja so, dass über die Täter ganze Bücher und Abhandlungen geschrieben werden. Das überlebende Opfer verschwindet anschließend in der Bedeutungslosigkeit, kann die Tat aber niemals vergessen.
    Geändert von Gast996 (17.08.2008 um 12:44 Uhr)

  4. Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer - Stephan Harbort # 4
    Gast508
    das hat wahrscheinlich zwei gründe... zum einen das problem der identifikation. wird der täter beschrieben können wir sagen "so ist ja kein mensch" und wir können diese verhaltensmuster weit von uns schieben, wird das opfer beschrieben müssen wir angst bekommen auch betroffen sein zu können... zum anderen, und bitte jetzt nicht falsch verstehen, auch wenn es kaltschnäuzig klingt, haben wir wohl das problem, dass eben nicht viele opfer von serienmördern im nachhinein beschreiben können, weil sie es nicht überlebt haben.

  5. Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer - Stephan Harbort # 5
    Gast996
    Nö, das klingt nicht kaltschnäuzig, es ist ja leider die Realität. Aber viele Taten werden eben auch nicht vollendet und/oder abgebrochen. Auf viele vollendete Taten kommen auch jede Menge versuchte. Vielleicht ein Hoffnungsschimmer, dass man vielleicht noch eine Chance hat.

  6. Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer - Stephan Harbort # 6
    Klärchen

    ?

    >Ich hatte die Gelegenheit, das aktuelle Buch während der Entstehungsphase >zu lesen

    Wie das? Hast du es lektoriert, bist Du mit ihm verwandt? Oder warum konntest Du während der Entstehungsphase das Buch schon lesen? Das macht ein Autor nur bei bestimmten Personen.

    herzlich
    Klärchen

  7. Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer - Stephan Harbort # 7
    Gast996
    Zitat Zitat von Klärchen Beitrag anzeigen
    >Ich hatte die Gelegenheit, das aktuelle Buch während der Entstehungsphase >zu lesen

    Wie das? Hast du es lektoriert, bist Du mit ihm verwandt? Oder warum konntest Du während der Entstehungsphase das Buch schon lesen? Das macht ein Autor nur bei bestimmten Personen.

    herzlich
    Klärchen
    Nicht verwandt, nicht verschwägert, nix... Ich kenne ihn schon eine Weile über Internet, habe eine ganze Zeitlang in seinem Forum Moderatorin gespielt. Ich durfte es mal mit lesen und meinen Senf dazugeben, meine Gedanken dazu mitteilen und ein paar Tippfehler ausmerzen. Ich fand's klasse, es war sehr spannend, es vorab schon zu erleben, wie das Buch entsteht, zumal das Thema und die Herangehensweise, eben aus der Opfersicht, mal ganz anders war. Allerdings kenne ich seine anderen Bücher auch.

    Liebe Grüße
    Claudia

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