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Frank Herbert - Der Wüstenplanet
Frank Herbert
Der Wüstenplanet
ISBN: 3-453-18683-4
Inhalt (Klappentext):
Herzog Leto, Oberhaupt des Hauses Atreides, erhält Arrakis zum Lehen, den Wüstenplaneten, eine lebensfeindliche und doch begehrte Welt, denn in ihren Dünenfeldern wird das Gewürz abgebaut. Diese Droge verleiht den Menschen die Gabe, in die Zukunft zu blicken und bildet damit die Grundlage für die instellare Raumfahrt. Als Letos Armee einem tödlichen Hinterhalt zum Opfer fällt, flieht sein Sohn Paul in die Wüste und taucht bei den Ureinwohnern Arrakis', den Fremen, unter. Er sammelt die Wüstenbeduinen um sich zu einem gnadenlosen Rachefeldzug.
Rezension:
Ein Klassiker. Der Wüstenplanet-Zyklus wird oft als "Der Herr der Ringe" der Science Fiction beschrieben, was Komplexität und Detailreichtum angeht. Dies finde ich etwas schwer nachvollziehbar, da die beiden Zyklen in zwei völlig unterschiedliche Richtungen gehen. Jeder hat seinen ganz eigenen Stil.
Was mir gefallen hat ist das es sich bei der Geschichte zwar um Science-Fiction handelt, aber die Ansätze vollkommen anders sind, als man erwartet. Ja, es gibt Raumschiffe, ja, es gibt Laserwaffen und Schutzschilde aber Technik steht nicht im Mittelpunkt, sogar im Gegenteil. Moderne Technik wir kritisch beäugt und wird eher als Last angesehen. Dies ist endlich mal Sci-Fi, dass sich nicht mit der Entwicklung der Technologie, sondern mit der Entwicklung der Menschheit befasst.
Es tauchen auch keine Außerirdischen auf, was ich auch als erfrischend anders empfinde.
Die gesamte Geschichte wird überschaubar aufgebaut und die Hauptfigur Paul Atreides wird Schritt für Schritt eingeführt. Im ersten Teil des Buches steht Pauls Vater Leto im Mittelpunkt und man lernt alle wichtigen Personen und die Hintergrundwelt kennen. Ab der zweiten Hälfte verlagert sich der Fokus und Paul steht im Mittelpunkt des Geschehens.
Herbert nimmt sich viel Zeit alles zu beschreiben, zu philosophieren und uns über die einzelnen Situationen auf dem Wüstenplaneten aufzuklären. Dadurch bekommt die Geschichte aber einige unnötige Längen. Es wird viel beschrieben und erzählt, bis die Story wieder vorangetrieben wird.
Doch trotz vieler Beschreibungen werden einem die Ziele der einzelnen Parteien auf dem Wüstenplaneten nicht immer klar. Bei manchen Gruppierungen bleibt die Frage: "Warum machen sie das, was sie machen eigentlich?"
Bewertung:
Jeder der Action-Science-Fiction sucht, ist hier falsch. Aber jeder der anspruchsvolle Science-Fiction mag und gelegentliche Längen verzeihen kann ist hier genau richtig.
8/10 Punkten
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