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01.02.2009, 13:40
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erinnerungen Beitrag #1 (permalink)
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Unbeschriebenes Blatt
Registriert seit: 21.04.2008
Beiträge: 28
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erinnerungen
Und wenn mir die Stille durch die Finger fließt
Weiß ich, dass es nichts als Stillstand gibt
Als Wiederholung
Als Wiederkehren.
Die alte Leier, neu aufgespannt jedes Mal.
Der alte Schmerz, er sprießt unverblümt.
Immer wieder das missbrauchte Kind
Das weint
Bittere Tränen der Sprachlosigkeit.
Es sucht und sucht
Und kann es nicht in Worte fassen, das,
was ihm widerfahren ist.
Im Körper eingespeichert sind die Angst,
die Wut,
die Verzweiflung,
die Ohnmacht,
die Scham.
Sie lassen nicht von ihm los.
Sie kehren alle Tage wieder…
Und nehmen es ein, verderben es für alles andere.
Nichts hat mehr Bedeutung, nichts.
Isoliert ist es, separat in einem Käfig gefangen,
im Käfig der unauslöschbaren Erinnerungen.
was denkt ihr darüber?
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01.02.2009, 18:11
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erinnerungen Beitrag #2 (permalink)
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Buchbinder
Registriert seit: 17.09.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 210
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Ich finde das Gedicht ganz eindrucksvoll.
Hier ein paar hoffentlich konstruktive Anmerkungen:
die alte Leier..ist eine etwas schon verbrauchte Redensart
unverblümt...passt nicht so richtig
das missbrauchte Kind...hätte ich weggelassen. Da sollte der Leser selbst drauf kommen, und das wird er auch, wenn er den Text richtig liest.
Vielleicht sollte das Gedicht mit der Zeile "es sucht... "anfangen.
Liebe Grüße von
JE
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03.02.2009, 16:31
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erinnerungen Beitrag #3 (permalink)
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Unbeschriebenes Blatt
Registriert seit: 21.04.2008
Beiträge: 28
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danke dir für die kritik und die anregungen, jakob elias!
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15.12.2009, 09:50
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erinnerungen Beitrag #4 (permalink)
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Romanheld
Registriert seit: 01.01.2009
Beiträge: 1.867
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Zitat:
Zitat von Itaip
Die alte Leier, neu aufgespannt jedes Mal.
Der alte Schmerz, er sprießt unverblümt.
Immer wieder das missbrauchte Kind
Das weint
Bittere Tränen der Sprachlosigkeit.
was denkt ihr darüber?
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Ich denke darüber, dass dieses Gedicht nicht sprachlos ist und die zitierten Zeilen sehr wohl sprechen. Sind da autobiographische Anteile drin oder versetzt Du Dich in missbrauchte Kinder mit diesem Gedicht? Kann ich etwas für Dich tun?
Liebe Grüße,
Bianka
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02.01.2010, 15:55
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erinnerungen Beitrag #5 (permalink)
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Unbeschriebenes Blatt
Registriert seit: 21.04.2008
Beiträge: 28
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hallo bianka,
tut mir leid, ich muss deinen beitrag völlig übersehen haben... (-schäm-)
danke für dein angebot, aber ich bin selbst nicht betroffen.
ich wollte einfach versuchen, für die, die so sprachlos sind, ein paar zeilen zu finden.
danke.
ina
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02.01.2010, 16:24
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erinnerungen Beitrag #6 (permalink)
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Romanheld
Registriert seit: 01.01.2009
Beiträge: 1.867
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Hallo Ina,
danke für Deine Antwort.
Zitat:
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ich wollte einfach versuchen, für die, die so sprachlos sind, ein paar zeilen zu finden.
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Es sollte viel mehr Menschen geben, die so denken und handeln wie Du es mit diesem Gedicht getan hast.
Liebe Grüße,
Bianka
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02.01.2010, 17:40
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erinnerungen Beitrag #7 (permalink)
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Unbeschriebenes Blatt
Registriert seit: 21.04.2008
Beiträge: 28
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hi bianka,
hm, sollte es.
aber künstlerisch geschriebenes ist wohl ein schwacher trost für die, denen das widerfahren ist. es sollte mehr leute geben, die wirklich was in die hand nehmen und verändern.
lieben gruß
ina
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02.01.2010, 17:52
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erinnerungen Beitrag #8 (permalink)
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Romanheld
Registriert seit: 01.01.2009
Beiträge: 1.867
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Liebe Ina,
da gebe ich Dir auch Recht, aber was künstlerisch geschrieben steht, hat die Kraft, Gedankengänge anzustoßen und in Menschen ein besseres Bewußtsein anzuregen. Alles beginnt mit einem Gedanken. Also ist Kunst nach wie vor wichtige "Waffe" im Kampf gegen das Oberflächliche.
Es sind zwei verschiedene Dinge, die einander dynamisch beeinflussen können, mit Kunst aufzurütteln und als Mensch zu handeln. Beides ist wichtig. Die Rolle der Kunst ist nicht zu unterschätzen.
Widme Dich weiter derer, die ihrer Stimme beraubt wurden. Du hast eine hervorragende Möglichkeit dazu in der Hand.
Liebe Grüße,
Bianka
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02.01.2010, 19:24
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erinnerungen Beitrag #9 (permalink)
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Unbeschriebenes Blatt
Registriert seit: 21.04.2008
Beiträge: 28
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danke bianka,
du hast mich grad aufgeheitert - oder eigentlich, besser: aufgebaut.
lieben gruß
deine ina
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22.02.2010, 15:59
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erinnerungen Beitrag #10 (permalink)
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Romanheld
Registriert seit: 01.01.2009
Beiträge: 1.867
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Zitat:
Zitat von Itaip
Und wenn mir die Stille durch die Finger fließt
Weiß ich, dass es nichts als Stillstand gibt
Als Wiederholung
Als Wiederkehren.
Die alte Leier, neu aufgespannt jedes Mal.
Der alte Schmerz, er sprießt unverblümt.
Immer wieder das missbrauchte Kind
Das weint
Bittere Tränen der Sprachlosigkeit.
Es sucht und sucht
Und kann es nicht in Worte fassen, das,
was ihm widerfahren ist.
Im Körper eingespeichert sind die Angst,
die Wut,
die Verzweiflung,
die Ohnmacht,
die Scham.
Sie lassen nicht von ihm los.
Sie kehren alle Tage wieder…
Und nehmen es ein, verderben es für alles andere.
Nichts hat mehr Bedeutung, nichts.
Isoliert ist es, separat in einem Käfig gefangen,
im Käfig der unauslöschbaren Erinnerungen.
was denkt ihr darüber?
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Hallo liebe Ina,
ich lese Dein gedicht immer wieder und es lässt mich nicht los. Du sollst wissen, dass ich immer an Dich denke und auf Deiner Seite bin.
Liebe Grüße,
Bianka
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