Grüß Gott
Ungeachtet meiner 22 Jahre fühle ich mich bisweilen wie ein gebrechlicher Greis, dem das Leben, der vermeintliche Genuss und alles ach so wunderbare in ihm, keinen Anreiz mehr bietet.
Der einzige Lebensstrang, welcher mich hindert in den Abgrund des "Nicht- Mehr- Seins" zu stürzen, ist die
philosophische Poesie.
Zu meinem Leidwesen musste ich nämlich bei all diesen brillanten Denkern die trost- und freudlose Erfahrung machen, dass sie zwar allesamt auf originelle Weise dachten, allerdings bei lauter Vernünftelei, es allzu sehr vernachlässigten dem Schönen und Anmutigen der Sprache Rechnung zu tragen.
Vom Kosmos der Philosophie enttäuscht, wendete ich mich meinen Antlitz wieder der realen Welt zu, und hoffte einen Menschen mit dem notwendigen Feingespür anzutreffen, dem ich hätte all mein Leid und Freud einem heftig brausenden und sausenden Sturzbache gleich offenbaren und ausschütten können,
aber eben dies war mir eine schier unermesslich lange Zeit missgönnt.
Tagein, tagaus suchte ich am helllichten Tage händeringend und verzweifelt nach einem gleichgesinnten Geistesverwandten, der Poesie und Prosa zugetan wie ich!, der sich treiben und gleiten lässt im tobenden und tosenden Ozeane glückseliger Selbst- und Weltvergessenheit wie ich!, der so voll des glühenden Gefühls ist, dass er wähnt zu Zerbersten und zu Zerspringen in abertausende Fetzen und Stücke, wie ich!
Ach...! Diesen Satz könnte ich in eine schier endlose Länge ziehen, weiter als der Himmel reicht und ferner als es die Unendlichkeit tut, ohne dessen überdrüssig oder müd zu werden.
Nie war es mir in den Sinn gekommen Gebrauch zu machen von den Möglichkeiten, die mir das Internet bietet.
Wie dem auch sei.
Ich glaube am ehesten ein präzises und wahrhaftes Bild meines Selbst wiedergeben zu können, indem ich den Ansatz meines noch zu fertigenden Romans in die Schreibwerkstatt reinstelle.
Dass mit dem Reinstellen funktioniert aber nicht,
warum?
Ich bedanke mich vorab bei all jenen, die gewillt sind sich meiner und meines Romans anzunehmen.